Orthodoxe Kirche Hl. Maria von Ägypten in Tübingen

Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchates





Predigt des Abts Mitrofan (Hauser) zum Fest der Geburt des Herrn

Liebe Brüder und Schwestern!

Mit dem Fest der Taufe des Herrn durch Johannes am Jordan schließt der weihnachtliche Festkreis. Das Kirchenjahr stellt uns ja die Geheimnisse der Geburt, des Lebens und Sterbens sowie der Auferstehung und Himmelfahrt des Herrn anschaulich vor Augen.

„Erscheinung des Gottes“ – „theophania“ – das gilt in besonderer Weise für das Fest der Taufe des Herrn. Dieser Vorgang ist einzigartig, und er hat sich in der Geschichte der Menschheit nicht mehr wiederholt. Es handelt sich um etwas Unnachahmliches und Unaussprechliches: Der Sohn Gottes wird den Menschen durch die Stimme des himmlischen Vaters kund gemacht, w&fuml;hrend der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf ihn herab schwebt: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“ (Mk 1,11)

Taufe Jesu: Das ist ein Offenbarungsgeschehen, uns zum Heil geschenkt und durch das Evangelium überliefert. Taufe Jesu: Das ist der Ursprung unserer Reinigung und Heiligung im Bad der Wiedergeburt, das wir in der Taufe empfangen haben. Wir wurden eingetaucht in die Liebe des dreifaltigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Nicht eine Bußtaufe empf&fuml;ngt der Erlöser von Johannes, sondern eine Taufe der Offenbarung und der Kundmachung. über ihm öffnet sich der Himmel, der Schleier der Unwissenheit wird weg genommen von den Menschen, die auf ihren Retter und Erlöser warten. Das ist er, auf ihn sollen sie hören. Denn er ist das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünde der Welt (vgl. Joh 1,36)!

Ja, das ist das Zeugnis Gottes selbst: „Er hat Zeugnis abgelegt für seinen Sohn.“ (1 Joh 9) Nicht ein Mensch empfiehlt ihn und stellt ihn den Menschen als ihren Erlöser vor, sondern der himmlische Vater bezeugt im Heiligen Geist, dass er es ist, den er gesandt hat in diese Welt.

Wir können nur staunen ob der gnadenvollen Barmherzigkeit unseres Gottes und Erlösers, der sich unser erbarmt hat. Wir waren in Sünde und dem Tod verfallen, doch Gott hat sich unser in Liebe angenommen. Wir gingen in die Irre, doch das Wort Gottes hat uns aufgesucht und heim geführt.

Und so kann die weihnachtliche Freude andauern auch über diese Tage hinaus! Sie soll uns begleiten im Alltag. Dort, wo alles „grau in grau“ ist und wir oft nicht wissen, wohin unser Leben führt und wie es verlaufen wird. Sie soll uns immer wieder daran erinnern: Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es.

Wenn wir auch diesen „Schatz in zerbrechlichen Gef&fuml;ßen“ tragen (vgl. 2 Kor 4,7) und ihn jederzeit verlieren können, so dürfen wir doch Gottes Liebe und Barmherzigkeit anvertrauen. Er möge uns den guten Weg des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe weiterführen. Jesus Christus hat alles Böse besiegt, er schenkt uns das Leben. Wir haben teil an diesem Sieg durch den Glauben. Denn „wer sonst besiegt die Welt außer dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?“ (1 Joh 5) Amen

28.01.2008
Abt Mitrofan (Hauser)

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